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296 996 Benz

Geschichte des Dritten Reiches
Geschichte des Dritten Reiches
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Daten
Beck
Beschreibung Die Errichtung der totalitären Diktatur, Innen- und Außenpolitik des Regimes, Alltag und Terror im nationalsozialistischen Deutschland werden in diesem Buch ebenso in ihren Grundzügen geschildert wie der Weg in den Weltkrieg, der Verlauf des Krieges und die Formen des Widerstandes gegen Hitlers Herrschaft. Einen zentralen Platz in der Darstellung nimmt die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ein. Zahlreiche, oft ausführlich kommentierte Abbildungen veranschaulichen die Chronik der historischen Ereignisse, stellen die wichtigsten Protagonisten der Nazidiktatur vor und erläutern das Herrschaftssystem sowie seine gesellschaftlichen Bedingungen.
 Autorenporträt Wolfgang Benz, Jahrgang 1941, ist Mitgründer und Mitherausgeber der Dachauer Hefte und war von 1969 bis 1990 Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München. Seit 1990 arbeitet er als Professor an der Technischen Universität Berlin und ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Wolfgang Benz erhielt 1992 den Geschwister-Scholl-Preis.
 Leseprobe "Prolog
In einer Münchner Gastwirtschaft gründeten am 5. Januar 1919 der Werkzeugschlosser Anton Drexler und der Journalist Karl Harrer eine 'Deutsche Arbeiterpartei'. Die antimarxistische und antisemitische Vereinigung, entstanden als Ableger der obskuren völkischen Thule-Gesellschaft, war eine von vielen rechtsradikalen politischen Sekten. Im Spätsommer 1919 besuchte im Auftrag der Reichswehr der Gefreite Adolf Hitler eine Versammlung der Partei, erwärmte sich für deren Ziele, trat ein und wurde ihr Werbeobmann. Im politischen Klima Münchens gediehen nach dem Ersten Weltkrieg extremistische Organisationen wie die Deutsche Arbeiterpartei, die seit Februar 1920 den Namen Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei führte. Zur ersten Massenversammlung der NSDAP waren am 24. Februar 1920 2000 Menschen ins Münchner Hofbräuhaus geströmt. Sie spendeten Beifall, als die 25 Punkte des Parteiprogramms verkündet wurden, und man gewöhnte sich an Adolf Hitler, der sich bescheiden al s 'Trommler' der Bewegung gab, jedoch die Parteigründer auf seinem Weg zum "Führer" bald hinter sich ließ. Im Juli 1921 wählte ihn eine außerordentliche Mitgliederversammlung zum unumschränkten Vorsitzenden. Ende 1920 hatte die Partei mit Hilfe der Reichswehr und privater Spender den 'Völkischen Beobachter' als Parteiorgan erworben, seit Februar 1923 erschien (von Verboten unterbrochen) die Zeitung täglich. München war nach dem Ersten Weltkrieg der Ort, an dem die nationalen Enttäuschungen und Leidenschaften, verstärkt durch Manifestationen bayerischer Eigenart, in einer Heftigkeit gelebt wurden wie nirgendwo sonst in Deutschland. Zusammenbruch und Revolution im November 1918 waren ins Bewußtsein der staats- und gesellschaftstragenden Schichten in erster Linie als nicht zu rechtfertigende und im Grunde unverständliche Gewaltakte gegen das angestammte Herrscherhaus gedrungen. Ordnung und Recht schienen aufs ärgste gestört ..."
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