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Der Gewöhnliche Faschismus DVD
Eine Dokumentararbeit als Kinofilm: »Der gewöhnliche Faschismus« des sowjetischen Regisseurs Michail Romm versucht, mit Blick auf möglichst viele Details, alltägliche Aspekte und Ursachen des deutschen Faschismus offenzulegen. Romm richtet den Blick vor allem auf scheinbare Banalitäten, die erst in ihrer Summe und ihrer Zusammenstellung erhellende Aussagen leisten: Gesichtsausdrücke in Nahaufnahmen, kleine Nazi-Veranstaltungen in der Provinz. Arbeitslose und Kleinbürger, die stolz eine SA-Uniform anprobieren, Hakenkreuzfahnen an Wohnzimmerwänden u.a. Die Stimme des Regisseurs kommentiert das zusammengestellte Material aus dem Off. Es sind keine erklärenden Analysen, eher schon assoziierende Gedanken, Querverweise und Fragen, die sich zu einem mehr psychologischen als politischen Porträt des Nationalsozialismus zusammenfügen. Romms Studie verdiente sich den Ruf, ein Klassiker des erklärenden Dokumentarfilms zu sein. UdSSR 1965.
Weitere Informationen
Der Dokumentarfilm 'Der gewöhnliche Faschismus' gilt als Meilenstein der Filmpublizistik.
Der russische Regisseur Michail Romm versucht anhand von historischem Bildmaterial aus der Zeit des Nazi- Regimes am Phänomen des Faschismus das unmenschliche Antlitz sichtbar zu machen und den Mechanismus des Betruges an Millionen von Menschen aufzudecken. Er analysiert die Wurzeln des Faschismus und dessen verhängnisvollen Einfluss auf die menschliche Psyche. Sein bewusst eingesetzter, persönlicher Kommentar verleiht dem Angriff der Bilder auf Entstehung und Erscheinungsformen des Faschismus stärkeren Ausdruck. Mit Hilfe der zusätzlichen Worte unter Anwendung rhetorischer Mittel in seinem Kommentar werden die Zusammenhänge zwischen Bild und Kontext hervorgehoben und verdeutlicht, um andere Interpretationen auszuschließen. Romms Methode der filmischen Montage folgt der rhetorischen Figur der Ironie und ist Ansatz und Versuch zugleich, durch Aufdeckung und Zerstörung der Sehkonventionen des Zuschauers, die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges besser begreifbar zu machen.
'[…] Bemerkenswert durch den detailbesessenen und unbestechlichen Blick, der vor allem die alltäglichen und gewöhnlichen Aspekte der Barbarei enthüllt; revolutionär durch den subjektiven, essayistischen Kommentar, der auf voreilige Erläuterungen verzichtet und zum Mitdenken und Mitfühlen auffordert. Ein Klassiker des analytisch-didaktischen Dokumentarfilms.' Lexikon des Internationalen Films
Laufzeit: 128 Min Bildformat: 4:3 Tonformat: Dolby Digital Mono Produktionsjahr: 1965 Produktionsland: UdSSR Sprachen: Deutsch Specials Filmografie & Biografie des Regisseurs Michail Romm Erinnerungen - Aufarbeitung des Nationalsozialismus im deutschen Nachkriegsfilm Bilder Galerie
Daten
Ca. 128 Minuten/sw.
Beschreibung Technische Angaben: Bildformat: 4:3 Sprache / Tonformat: Deutsch (Dolby Digital Mono) Ländercode: 2 Extras: Bildergalerie u. a.
 FSK ab 12 freigegeben.

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