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624 136 Regina Scheel

Im Schatten der Sterne
Dies ist die Geschichte einer Widerstandsgruppe, die bis heute weitgehend verdrängt, umgedeutet oder vereinnahmt wurde: Der Freundeskreis um Herbert Baum. Die jungen Leute waren den NS-Gesetzen nach Juden oder Halbjuden, die den Tod ständig vor Augen hatten und ein Zeichen des Widerstands setzen wollten. Ein Brandanschlag im Berliner Lustgarten wurde ihnen zum Verhängnis. Anhand von Dokumenten, Briefen und Zeitzeugenberichten rekonstruiert die Autorin das Leben der Widerstandskämpfer.
sofort lieferbar
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Daten
478 Seiten, 34 s/w-Fotos auf Tafeln, Format 13 x 22 cm, gebunden. (Aufbau, 2004)
Beschreibung Um die Herbert-Baum-Gruppe - eine Widerstandsgruppe - deren meist jugendliche Mitglieder 1942 und 1943 hingerichtet wurden, ranken sich Legenden und Halbwahrheiten. Diese jungen Menschen scheinen in kein Schema zu passen. Sie sind unbequem noch im Tode. Einfühlsam und anschaulich erzählt Regina Scheer von ihrem Aufbegehren, ihrer Lebenslust, ihrem Mut, ihrer Tollkühnheit, ihrer Angst und ihren mitunter tragischen Verstrickungen.
Die Geschichte der Herbert-Baum-Gruppe wurde bis heute wenig beachtet, umgedeutet oder vereinnahmt. Erst nach Öffnung der Archive, erst seit es nicht mehr um Deutungsmacht geht, kann man anders und neu nach ihr fragen. Regina Scheer rekonstruiert das, was wirklich geschehen ist, aus Briefen, Kassibern und Gnadengesuchen, aus Berichten der wenigen Überlebenden, aus Unterlagen der Gestapo und Stasi-Akten. Es entsteht ein eindrucksvolles, erschütterndes Bild dieser Jugendlichen, die leben und lieben wollten, aber ausgegrenzt waren, weil sie den NS-Gesetzen nach als Juden oder Halbjuden galten. Sie sahen die Wirkungslosigkeit von Losungen und Flugblättern und wollten Zeichen setzen, die beachtet würden. Die anhaltenden Deportationen zeigten, daß ihnen wenig Zeit blieb. Nur wenige wußten vom Plan eines Brandanschlages im Mai 1942 auf die Hetz-Ausstellung im Berliner Lustgarten "Das Sowjetparadies". Doch fast alle, die zum Freundeskreis um Baum gehörten, wurden verhaftet, hingerichtet oder im KZ ermordet.
 Autorenporträt Regina Scheer wurde in Berlin geboren. Nach dem Studium der Theater- und Kulturwissenschaft war sie von 1980 bis 1990 Redakteurin der Literaturzeitschrift Temperamente. Seitdem lebt sie als freie Redakteurin und Autorin in Berlin. Zahlreiche literarische und zeitgeschichtliche Buchveröffentlichungen.
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