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892 440 S. Luft

Abschied von Multikulti
Ethnische Kolonien in deutschen Städten, 'Gastarbeiter', die dauerhaft in Deutschland bleiben - ist die Ausländerpolitik gescheitert? Wie kann die Entwicklung von 'ethnischen Kolonien' zu 'Parallelgesellschaften' rückgängig gemacht oder verhindert werden? Stefan Luft bietet einen illusionslosen Blick auf die Wirklichkeit. Er zeigt auf, wie es gelingen kann, zu einer Wende in der Integrationspolitik zu kommen.
sofort lieferbar
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Daten
480 S., 14 x 20 cm, kart. (Resch Verl.)
Beschreibung In vielen deutschen Städten haben sich seit Beginn der 1970er Jahre"ethnische Kolonien"gebildet. Entstanden im Zuge der Anwerbung der"Gastarbeiter", erwiesen sie sich zunehmend nicht als Durchgangsstation, sondern als Sackgasse: Die dort lebenden Zuwanderer blieben weitgehend unter sich. Anlass, die deutsche Sprache zu erlernen, gab es dort nicht. Schulisches Scheitern stand häufig am Anfang des Weges in Arbeitslosigkeit, Sozialhilfeabhängigkeit und Kriminalität. Die deutsche Ausländerpolitik der 70er und 80er Jahre setzte auf die Bewahrung der"kulturellen Identität"der Zuwanderer. Damit hat sie die desintegrierenden Auswirkungen der ethnischen Kolonien eher gefördert. Milliardenschwere Sprach- und Integrationsangebote erzielten nicht die beabsichtigte Wirkung. Das Konzept des Multikulturalismus bestärkte darüber hinaus jene unter den Zuwanderern, die bewusst auf Abgrenzung und Absonderung setzten.
Was kann gegen die schulische und berufliche Perspektivlosigkeit großer Teile der Nachkommen der Gastarbeiter unternommen werden? Was muss die deutsche Politik tun, damit nicht ganze Generationen an den Rand gedrängt werden, damit nicht die Gefahr von Gewaltexzessen wie in Frankreich droht? Wie kann die Entwicklung von"ethnischen Kolonien"zu"Parallelgesellschaften"rückgängig gemacht oder verhindert werden?
Nach"Ausländerpolitik in Deutschland"bietet Stefan Luft in seinem neuen Buch einen illusionslosen Blick auf die Wirklichkeit. Es wendet sich gegen weit verbreitete Legendenbildung und zeigt auf, wie es gelingen kann, zu einer Wende in der Integrationspolitik zu kommen: Integration muss als Aufgabe aller gesellschaftlichen Schichten verstanden werden. Wir dürfen sie nicht den sozial Schwächsten in den ethnischen Kolonien überlassen. Andererseits haben auch die Zuwanderer und ihre Nachkommen eine Pflicht, eigene Integrationsleistungen zu erbringen. Darüber hinaus muss Zuwanderung wirkungsvoll gesteuert und begrenzt werden. Nicht zuletzt aufgrund der absehbaren demografischen Entwicklung gehört eine neue Integrationspolitik zu den unverzichtbaren Voraussetzungen für die Erhaltung des inneren Friedens in Deutschland.
 Autorenporträt Stefan Luft lehrt als Privatdozent mit den Schwerpunkten Regierungslehre und Politikfeldanalyse an der Universität Bremen.
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