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904 996 K. Deschner

Das Kreuz mit der Kirche
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Ein brillantes und zugleich erschütterndes Buch über die dunkelsten Seiten der christlichen Moral. Von einem der treffsichersten Kirchenkritiker unserer Zeit. Deschner geht ausführlich auf die sakrale Sexualität ein, auf die Askese und ihre Ursprünge, auf die Rolle der Nonnen und Mönche, den Klerus und seine Macht, die Unterdrückung der Priesterehe, das Zölibat, die Unterdrückung der Frau, Abtreibungen und Verhütung, Erbsünde, Homosexualität, die Moraltheologie, bis zum Lustmord und der Mordlust.
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Jean Améry: »Vieles imponiert an diesem Werk, vor allem, dass Deschner mit einer Akribie ohnegleichen geforscht hat und nicht müde wird (und hierbei auch seinen Leser niemals ermüdet), historische Fakten – häufig dem Nichttheologen unbekannter Art – auszubreiten.«
Hermann Josef Schmidt: »Der brillanteste, konsequenteste und substantiellste Kirchenkritiker dieses Jahrhunderts.«
Münchner Merkur: »Der Vatikan wird wohl ein ganzes Heer von Theologen aufbieten müssen, wenn er die Behauptungen Deschners widerlegen will. Ob es ihm gelingt, ist durchaus zweifelhaft. Denn der Autor belegt beinahe jeden Satz.«
Karlheinz Deschner gilt seit langem als der treffsicherste Kritiker erstarrter Kirchendogmen. Sein Buch beschreibt die Unterdrückung des geschlechtlichen Lebens durch die christlichen Kirchen. Das Werk geht aus von der sakralen Sexualität der Frühzeit, der rigorosen Frauenverachtung im monotheistischen Judentum, der Askese im hellenistischen Mysterienwesen und der konträren Haltung von Jesus und Paulus. Deschner schildert die Entstehung der Mönchs- und Nonnenorden, die peinlichen Verirrungen der Askese und die oft unglaublichen Verdrängungserscheinungen innerhalb der Klöster. Er analysiert die Ursachen des Zölibats und seine Folgen. Breiten Raum gibt er der Darstellung der Laien-Rolle: Die Unterdrückung der Frau, die Verunglimpfung der Ehe, die Verpönung der Lust. Ehebruch, Ehescheidung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, sexuelle Sünden werden hierin ihrem Ursprung und ihren aktuellen Bezügen behandelt. Private Neurosen, das unglückliche Leben des einzelnen und die Massaker an ganzen Völkern führt der Autor nicht zuletzt auf die fehlgeleitete christliche Moral zurück. Seine Schlußfolgerung: Eine Gesellschaft, die an einer falschen Moral krankt, kann nur gesunden, wenn sie diese Moral preisgibt.
«Angefangen von den Hierodulen, den Tempelmädchen und orgiastischen Kulten der antiken Mittelmeervölker bis zu den neuesten Priesterheiraten: bei Deschner steht alles. Eine der gründlichsten Faktensammlungen auf dem Gebiet kirchlicher Sittengeschichte und Sexualmoral.» Johannes Lehmann, Süddeutscher Rundfunk «Ich nehme meine Mütze vom Kopf und erkläre, ein Buch gelesen zu haben, das bestenfalls alle 20 oder 30 Jahre einmal geschrieben wird.» «Westdeutscher Rundfunk», «Sender Freies Berlin» «Wieder einmal bietet Deschner längst fällige Information. Ein hochmoralisches Buch, da es die Chance bietet, einen jahrhundertelangen Verdrängungsprozeß durch die Bewußtmachung aufzuheben und das Christentum mit der Leiblichkeit zu versöhnen.» «Reformiertes Kirchenblatt» «Nicht nur geistreich, sondern auch wissenschaftlich-gründlich hat Deschner seinen makabren Gegenstand angepackt: fast ein Drittel des umfangreichen Buches ist dem Register des immensen Quellenmaterials vorbehalten, das er zur Fundierung seiner Anklage aufbereitet hat. Niemand, auch nicht der schwärzeste Abendlandretter, kann daher dieses Werk ein bloßes Pamphlet aus der Hand eines Kirchenhassers schimpfen, ohne vom Schriftsteller selbst von vornherein der Lüge gestraft zu werden.» «Materialien und Informationen zur Zeit», Berlin «Denn was Deschner hier vorlegt - lesbar, abenteuerlich, erschreckend, ekelhaft, bisweilen aufregend wie ein Krimi (und kriminell ist wahrhaft vieles, was sich da als christlich, religiös, gläubig und sittlich ausgibt) -, ist wissenschaftlich er- und verarbeitet, durch ein in seiner Fülle erdrückendes Material quellenmäßig unterbaut und stützt sich auf ein Wissen, das den theologisch geschulten, philosophisch denkenden, literarisch kritischen und psychologisch analysierenden, überaus begabten Schriftsteller zu einer Sondererscheinung unserer Zeit macht.» «Der Humanist» «Ein Buch von Deschner kann gar nicht anders als gut sein. Das weiß man aus Erfahrung. Aber dieses hier ist so gut, daß es den Rezensenten vor das Problem stellt, wie er seine Begeisterung noch schicklich artikulieren soll. Das Buch steht bei mir direkt neben Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus, mit dem es - neben der Behandlung eines verwandten Themas - sehr viel gemeinsam hat: die Fülle des Materials, die Sorgfalt seiner Aufbereitung, das Vertrauen in die Überzeugungskraft des Wortes, das moralische Engagement eines unbestechlichen Humanisten, aber auch einen Anflug von Verzweiflung, Zustände nur beschreibend feststellen zu können.» Henryk M. Broder, «Frankfurter Rundschau» «Psychoanalytisch und sozialpsychologisch ergiebig an Deschners Buch sind vor allem jene Passagen, in denen der Zusammenhang von Sexualunterdrückung und Gewalt dargelegt wird - gerade die heute wieder verstärkt geführte Diskussion um die Ätiologie individueller und gesellschaftlicher Aggressions- und Gewaltpotentiale unterstreicht die Relevanz von Deschners Ausführungen nachdrücklich. In dem Kapitel Vom Lustmord zur Mordlust wird thematisiert, was beispielsweise Wilhelm Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus auf den Begriff zu bringen suchte.» «Psyche» «Seine Pointen über das Verhältnis zwischen zärtlicher und destruktiver Triebbefriedigung sitzen genau.» Adolf Holl, «Weltwoche», Zürich «Der Vatikan wird wohl ein ganzes Heer von Theologen aufbieten müssen, wenn er die Behauptungen Deschners widerlegen will. Ob es ihm gelingt, ist durchaus zweifelhaft. Denn der Autor belegt beinahe jeden Satz.» «Münchner Merkur» «Der Autor konnte und durfte sein Werk nicht sine ira schreiben, und er hat es auch nicht getan. Daß er aber nicht in den Tonfall eines antiklerikalen Eiferers abglitt, dafür sorgte sein scharfzüngiger Witz. Mit welch beißendem Spott, mit welchem schlagfertigen Temperament kommentiert Deschner die bizarren historischen Fakten! Wie pointiert zieht er seine Schlüsse! Ließe ihm sein Kirchenkampf nur genügend Zeit, er müßte einer unserer brillantesten Aphoristiker werden.» «Die Tat», Zürich»
Daten
520 S., 14 x 21 cm, geb. (Ed. Enfer, 2009) Sonderausgabe
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(Ausgezeichnet) Rezensiert von soli (18.09.2011)
"Der vielleicht markanteste zeitgenössische Kritiker der Geschichte des Christentums" Prof Dr. Ludger Lütkehaus, Süddeutsche Zeitung, München "Ohne Zweifel gehört Karlheinz Deschner heute zu den kenntnisreichsten und fleißigsten, kritischsten und scharfsichtigsten Forschern auf dem Gebiet der gesamten Geschichte des Christentums." Prof. Dr. lic. he. Carl Schneider, Universität Rostock "Das ist sehr beeindruckend und ich frage mich, warum das nicht schon früher geschrieben und veröffentlicht werden konnte." Prof. Dr. Anton Grabner-Haider, Universität Graz "Für mich ist Deschner der größte Kirchenkritiker und Religionskritiker aller Zeiten, und zwar nicht nur wegen seines Sachgehaltes, dessentwegen, was er an Fakten, an historischen Darstellungen bietet, sondern auch wegen der Großartigkeit seiner Darstellungsweise, also wegen des großen Flusses der Leidenschaft." Prof. Dr. Dieter Birnbacher, Universität Düsseldorf
(Ausgezeichnet) Rezensiert von Soli (10.09.2011)
Kritik gegen den Kritiker ist verständlich, wenn er möglicherweise doch mehr aufdeckt als gewünscht ist. Dabei wurde bisher keine seiner Aussagen von höchster Stelle widerlegt! Und allein schon das macht seine Werke lesenswert. Man läuft aber dabei durchaus die Gefahr zu entdecken, dass man bisher doch nicht alle Zusammenhänge gesehen, bzw. viele Sachverhalte bisher aus einem gänzlich anderen, oftmals eben nicht ganz zutreffenden Kontext dargestellt bekommen hat. Deschners Bücher sind nur etwas für mutige Menschen, die kein Dogma zum Leben brauchen.
(Sehr schlecht) Rezensiert von Freiheit (11.03.2011)
Die kirchenkritische Presse mag jubeln, doch was Deschner in seinen Büchern verbreitet sind Halbwahrheiten. Mit der Brille der Moderne allein lassen sich die Zeitverhältnisse vor uns weder erklären und schon gar nicht kritisieren. Insofern hat Deschner einen vorwissenschaftlichen Standpunkt, den er auch haben muss, um sein Ziel zu erreichen. Es geht ihm nicht um Erklärung, Abwägung oder gar Wahrheit, es geht ihm um eine Kritik, die wohl aus einem persönliche, pathologischen Hass gegen die Kirche gespeist wird.
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