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906 468 Roman Grafe (Hg.)

Die Schuld der Mitläufern - Anpassen oder Widerstehen in der DDR
Mit Testen von Wolf Biermann, Stephan Krawcyk, Erich Loest, Lutz Rathenow u.a. Ohne die Mitläufer hätte das System nicht 40 Jahre lang funktioniert. Das Regime konnte sich auf die schweigende Mehrheit verlassen. Dieses Buch berichtet von Staat-Hörigkeit und Aufbegehren in einer angepaßten Umwelt. Mit zahlreichen Abbildungen.
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Daten
200 S., 13 x 20 cm, geb. (Pantheon)
Beschreibung Das Schweigen der Mehrheit - man musste kein Held sein, um in der DDR zumindest passiven Widerstand zu leisten. Ohne die Mitläufer hätte die Diktatur nicht vierzig Jahre lang so funktioniert. Das Regime konnte sich auf das Schweigen der Mehrheit verlassen. Dieses Buch vereint zwei Dutzend Geschichten von Staats-Hörigkeit und Aufbegehren inmitten einer angepassten Umwelt.Die Mehrheit der DDR-Bürger passte sich stärker an, als sie tatsächlich musste. Sie wollten »einfach ganz normal leben« in der SED-Diktatur. Sie ließen alltägliche Möglichkeiten des gefahrlosen Widersprechens und Widerstehens ungenutzt. So hat man es sich und den Herrschenden bequem gemacht. Der Satz »Es war nicht alles schlecht in der DDR« bedeutet auch: Wir haben es uns gut gehen lassen, als es anderen schlecht ging - den Unangepassten, den politischen Häftlingen, den gescheiterten Flüchtlingen und ihren Angehörigen.In diesem Buch wird von Anpassung und Verweigerung in der DDR erzählt - kurze Geschichten, charakteristische Alltagsepisoden aus den vierzig Jahren der Diktatur. Auch das mitunter eigene Versagen der Autoren wird benannt. Die Anthologie vereint zwölf bekannte Autoren wie Wolf Biermann und Erich Loest mit einem Dutzend nahezu Unbekannter - »kleine Leute«, die in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, mitgemacht oder widerstanden haben.Zahlreiche Bilder kritischer DDR-Fotografen wie Manfred Butzmann, Harald Hauswald und Klaus Lehnartz illustrieren die Texte.
 Rezension »Es sind diese individuellen Geschichten zwischen Anpassung und Protest, zwischen Scheitern und Erfolg, die dieses Buch hochspannend machen. Grafes Anthologie beweist, dass Beschäftigung mit der Geschichte (...) stets auch in die Gegenwart und Zukunft weist. Roman Grafe hat erneut nicht nur ein kritisches und engagiertes, sondern auch ein spannendes und anregendes Buch vorgelegt.« Südthüringer Zeitung
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