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907 235 Ingeborg Jacobs

Freiwild
"Das Schicksal deutscher Frauen nach 1945. Die Frauen in den deutschen Ostgebieten und in Berlin waren 1945, als die Rote Armee zum Endsieg über Hitlers Drittes Reich antrat, Freiwild der russischen Soldaten. Hunderttausende wurden in sowjetische Arbeitslager verschleppt. Mehr als hunderttausend Frauen und Mädchen wurden allein in Berlin vergewaltigt, insgesamt waren es annähernd zwei Millionen. Viele starben an den ihnen zugefügten Qualen, andere begingen Selbstmord. Die, die überlebten, gingen durch die Hölle, waren traumatisiert und stigmatisiert. Sie wurden gemieden, von ihren Männern verlassen, ihre Kinder galten als ""Russenbälger""."
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Daten
232 Seiten, 33 s/w-Fotos auf Tafeln, Tb. (List, 2009)
Beschreibung Die Frauen in den deutschen Ostgebieten und in Berlin waren 1945, als die Rote Armee zum Endsieg über Hitlers Drittes Reich antrat, Freiwild der russischen Soldaten. Hunderttausende wurden in sowjetische Arbeitslager verschleppt. Mehr als hunderttausend Frauen und Mädchen wurden allein in Berlin vergewaltigt, insgesamt waren es annähernd zwei Millionen. Viele starben an den ihnen zugefügten Qualen, andere begingen Selbstmord. Die, die überlebten, gingen durch die Hölle, waren traumatisiert und stigmatisiert. Sie wurden gemieden, von ihren Männern verlassen, ihre Kinder galten als »Russenbälger«.
 Autorenporträt Ingeborg Jacobs, geboren 1957 in Solingen. 1989 bis 1992 Aufenthalt in der Sowjetunion. Seit 1995 freie Autorin beim ZDF. Zahlreiche Dokumentarfilme, überwiegend zu zeitgeschichtlichen Themen. Sie wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Mitarbeit an mehreren Büchern von Guido Knopp, darunter »Die große Flucht«.
 Rezension »Aufsehenerregende Dokumentation« (HÖRZU/ 02.10.08)
»Einblick in ein Trauma, das bis heute nicht bewältigt ist.« (DIE WELT/ 18.10.08/Arielle Fridson)
»Beklemmend und eindrucksvoll.« (HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG/ 14.10.08/Ekkehard Böhm)
»Beeindruckender wie bestürzender Band« (LEIPZIGER VOLKSZEITUNG/ 23.10.08/ ski)
»Mit Hilfe dieser Berichte gelingt es der Autorin, ihren Lesern einen Einblick in ein Trauma zu verschaffen, das bis heute nicht bewältigt ist.« (BERLINER MORGENPOST/ 24.10.08/ Arielle Fridson)
»Ingeborg Jacobs nun hat ein Buch veröffentlicht, das die Gunst der Stunde nutzt, um unseren Blick auf ein tabuisiertes Thema zu lenken, das nach vorsichtigen Schätzungen mehr als zwei Millionen Frauen betraf. ... Am eindruckvollsten wird das Buch dort, wo es tief in ein Geschehen führt, über das wir uns empören, wenn es sich in Bosnien oder im Kongo wiederholt, und uns nun erinnern müssen, dass einmal die eigenen Mütter und Großmütter davon betroffen waren.« (Deutschlandradio Kultur / 14.12.2008 / Bernd Wagner)
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