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915 884 Wolfgang Schild

Folter, Pranger, Scheiterhaufen - Rechtsprechung im Mittelalter
Kaum eine Epoche löst derart gemischte Gefühle aus wie das Mittelalter. Einerseits sind wir fasziniert vom höfischen Leben, bestaunen glänzende Ritterrüstungen und schätzen die hohe Kunst der Minne. Andererseits blicken wir verständnislos auf die gnadenlose Verfolgung und Bestrafung selbst kleinster Vergehen, sind verstört von den Folterinstrumenten in den Verliesen und schaudern angesichts der drastischen Hinrichtungsarten. Der renommierte Rechtswissenschaftler Wolfgang Schild bringt uns die Weltsicht der damaligen Zeit nahe, in der das Recht als Teil der Schöpfungsordnung des christlichen Gottes verstanden wurde, der selbst durch Gottesurteil in die irdischen Verfahren eingriff.
sofort lieferbar
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Daten
192 S., mehr als 100 farbige und s/w Abb., 21 x 28 cm, geb. (Bassermann)
Beschreibung Die mittelalterlichen Rechtsprechung - Hintergründe, Fallbeispiele und spannende Erläuterungen
Kaum eine Epoche löst derart gemischte Gefühle aus wie die Zeit des 14. bis 17. Jahrhunderts, die meist als Mittelalter bezeichnet wird. Einerseits sind wir fasziniert vom höfischen Leben, bestaunen glänzende Ritterrüstungen und schätzen die hohe Kunst der Minne. Andererseits blicken wir verständnislos auf die gnadenlose Verfolgung und Bestrafung selbst kleinster Vergehen, sind verstört von den Folterinstrumenten in den Verliesen und schaudern angesichts der drastischen Hinrichtungsarten.Der renommierte Rechtswissenschaftler Wolfgang Schild bringt uns die Weltsicht der damaligen Zeit nahe, in der das Recht als Teil der Schöpfungsordnung des christlichen Gottes verstanden wurde, der selbst durch Gottesurteil in die irdischen Verfahren eingriff. Die vielfältigen Aspekte dieses früheren Rechts - von den Verfahrensarten, Gottesurteilen, Folterungen und Hinrichtungszeremonien bis zu den Personen (den Richtern und Henkern einerseits, den Missetätern andererseits) - werden durch den kompetenten Text in einen verständlichen Gesamtzusammenhang gebracht und durch zahlreiche Abbildungen aus alten Handschriften und Druckwerken illustriert. Zugleich werden manche der heutigen Vorstellungen als moderne, fantasievolle Erfindungen aufgedeckt.
 Autorenporträt Wolfgang Schild, geboren 1946 in Wien, ist Jurist und Rechtswissenschaftler, der seit 1977 an der Universität Bielefeld den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie inne hat. Von 1990 bis 1993 war er Mitglied der Gründungskommission der Juristenfakultät der Universität Leipzig und ist seither am dortigen Institut Lehrbeauftragter. Zudem lehrt er als Dozent an der Senioren-Universität Bad Meinberg.
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