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920 469 F. McLynn

Warriors - Die großen Kriegsherren - Von Attila bis Napoleon
Der Historiker Frank McLynn nähert sich sechs der mächtigsten und charismatischsten Kriegshelden aller Zeiten: Spartakus, Attila der Hunnenkönig, Richard Löwenherz, Cortés, dem Shogun Tokugawa Ieyasu und Napoleon Bonaparte. In sechs eindrucksvollen Porträts beschreibt McLynn die dunkle Seite jener Männer, die das Leben so vieler Menschen verändert haben.
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Daten
384 S., 16 x 22 cm, geb. (Eichborn)
Beschreibung Ein Blick in die Köpfe der größten Kriegsstrategen aller Zeiten In der Geschichte der Kriegsführung gab es immer wieder Männer, die wegen ihres Mutes, ihren Ambitionen und ihrer Führungskraft bis heute einen legendären Ruf genießen. Aber viele dieser militärischen Genies waren von zweifelhaftem Charakter. In Warriors nähert sich der Historiker Frank McLynn sechs der mächtigsten und charismatischsten Kriegshelden aller Zeiten: Spartakus, Attila der Hunnenkönig, Richard Löwenherz, Cortes, dem Shogun Tokugawa Ieyasu und Napoleon Bonaparte. In sechs eindrucksvollen Porträts beschreibt McLynn die dunkle Seite jener Männer, die das Leben so vieler Menschen verändert haben. Was waren ihre Motive, ihre persönlichen Stärken, die sie antrieben, und die Schwächen, die sie überwinden wollten? Indem er die komplexen psychologischen Konstellationen beschreibt, die Spartakus? Kampf um Rom oder Napoleons Aufstieg zum mächtigsten Mann Europas zugrunde liegen, gelingt McLynn auch eine überzeugende Definition des Begriffs"Krieger". Begleitet von der gleichnamigen BBC-Serie nimmt uns dieses brillante Buch mit auf eine spannende Reise in die Köpfe der größten Kriegsherren aller Zeiten.
 Leseprobe Vorwort"Die größten Krieger der Geschichte Viele von uns haben ein ambivalentes Verhältnis zu den großen Feldherren der Geschichte. Einerseits bewundern wir ihr Können, ihren Scharfsinn und ihre Brillanz. Andererseits beklagen wir die menschlichen Tragödien, die ihre Heldentaten verursacht haben. Ein ausgewiesener Kenner der chinesischen Sprache und Geschichte sagte mir einmal, er habe sich nie für die Mongolen interessiert, weil sie zur Menschheitsgeschichte nichts als einen Haufen Schädel beigetragen hätten. Ein anderes weit verbreitetes Vorurteil sieht den Begriff der"militärischen Intelligenz"als einen Widerspruch in sich. Maler, Dichter, Komponisten, Schriftsteller und sogar manche Staatsmännerund Politiker finden unsere uneingeschränkte Bewunderung - Soldaten jedoch nicht. Und das hat seinen Grund: Denken und Psyche von Kriegern unterscheiden sich von den meisten anderen Menschen. Das erinnert an den überlieferten Dialog zwischen F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway. Bei einem Gespräch über den Unterschied zwischen Multimillionären und Normalsterblichen sagte Fitzgerald irritiert:"Die Reichen sind ganz anders als wir."Worauf Hemingway seelenruhig erwiderte:"Stimmt. Sie haben mehr Geld."Hemingways spröder Pragmatismus wird für gewöhnlich als erfrischend empfunden, aber in Wahrheit drückte er sich mit seiner Replik vor der eigentlichen Frage, die sein Freund Fitzgerald aufgeworfen hatte. Ähnlich verhält es sich mit dem Verständnis von Kriegern. Die großen Feldherren der Geschichte als Schlächter abzutun, wäre zu einfach. Herauszuarbeiten, worin ihre besonderen Fähigkeiten lagen, ist dagegen wesentlich schwieriger. Und wenn man sich schon dieser Frage widmen will, wäre es schade, sich auf Europa oder Eurasien zu beschränken, die Herkunftsgebiete so legendärer Krieger wie Alexander der Große, Hannibal, Julius Caesar, Tamerlan oder Subudei. Deshalb haben wir die Geschichte von gut zweitausend Jahren untersucht und uns mit Kulturen von Mexiko bis Japan beschäftigt. Was immer man diesem Buch vorwerfen mag - dass wir nicht über den eigenen Tellerrand geschaut hätten, gewiss nicht. Der Versuch, Denken und Psyche der großen Krieger zu ergründen, erfordert viel Geduld, weil eine Annäherung nur in kleinen Schritten möglich ist. Wenn ich jedoch eine grundlegende Eigenschaft benennen sollte, die allen erfolgreichen Kriegsherren gemeinsam ist, würde ich sagen: die seltene Fähigkeit, mit mehreren gleichzeitig auftretenden Stressfaktoren fertig zu werden. Die großen Heerführer hatten es ebenso mit internen Konflikten ihrer Herkunftskulturen und deren Problemen mit der Außenwelt zu tun wie auch mit Konflikten unter einzelnen Protagonisten und Problemen innerhalb ihrer eigenen Psyche. Spartakus, der Anführer des berühmten Sklavenaufstands, musste nicht nur die Römer bekämpfen, sondern auch den Widerstand seiner eigenen Leute. Darüber hinaus musste er mit Verrätern und Deserteuren fertig werden. Sein größtes Problem jedoch war wohl die quälende Frage nach der Durchführbarkeit eines so großen Aufstandes. Als Attila, der Hunne, versuchte, sich im fünften nachchristlichen Jahrhundert einen Weg durchs Labyrinth der europäischen Politik zu bahnen, hatte er es mit den zwei ganz unterschiedlich geführten Teilen des Römischen Reiches zu tun, dazu mit Verrätern, wiederholten Attentatsversuchen und heftigen Meinungsverschiedenheiten mit dem eigenen Bruder."
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