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Auf Leben und Tod - Wie in der Welt gestorben wird, Lutz van Dijk
Auf Leben und Tod - Wie in der Welt gestorben wird, Lutz van Dijk


933 916    Lutz van Dijk


Auf Leben und Tod - Wie in der Welt gestorben wird


Lutz van Dijk beschreibt den Umgang mit dem Tod in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen: Die Traumzeit der australischen Aborigines, asiatische Bräuche von Tibet bis China, Traditionen in Christentum, Islam und Judentum, aber auch neue Formen der Trauer rund um Aids in Südafrika oder angesichts nie dagewesener Naturkatastrophen.


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Daten
(R) 187 S., farb. Abb., 16 x 24 cm, geb. (Gütersloher)

Beschreibung
Tod und Sterben in der Welt: Die Traumzeit der australischen Aborigines, asiatische Weisheiten von Tibet bis China, Traditionen im Christentum und Islam und Begegnungen in Palästina und Israel - aber auch neue Formen der Trauer rundum Aids in Südafrika oder angesichts von nie dagewesenen Naturkatastrophen in Europa, Amerika und Asien.
Lutz van Dijk berichtet aus verschiedenen Kulturkreisen und Epochen, aber auch von sehr persönlichen Erfahrungen als jemand, der seit vielen Jahren in verschiedenen Ländern und Kontinenten lebt. Er lässt in diesem interkulturellen Buch Menschen einfühlsam zu Wort kommen, deren Erfahrungen deutlich machen, wie sehr Leben und Tod zusammen gehören.

Autorenporträt
Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren 1955 in Berlin, lebt als Mitbegründer der Stiftung HOKISA (Home for Kids in South Africa) seit 2001 in Kapstadt. Seine Romane und Sachbücher waren u.a. nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. 2001 erhielt er den Gustav-Heinemann-Friedenspreis, 2009 die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Heidelberg.

Leseprobe
Tod oder Leben ?
Die Pistole auf der Brust: Tod oder Leben? Leben.
Die meisten wollen leben. Unsere Sprache drückt das so aus: Ein eiserner Lebenswille. Wir kämpfen um ein Menschenleben. Wer ein Leben rettet, rettet die Welt, sagt eine jüdische Weisheit. Wir leben noch. Wir überleben. Das Leben hat wieder einen Sinn. Ein gutes Leben. Lebenswert und lebensfroh.
Aber auch: Leben voller Schmerzen. Ein Leben auf Kosten anderer. Ein einsames Leben. Das ist kein Leben mehr. Lebensmüde. Sinnloses Leben. Das Leben hängt an einem dünnen Faden. Das Leben verlieren. Tod oder Leben?
Leben. So zerbrechlich. Das vergessen wir leicht. Der Tod ist weit weg. Ausgegrenzt. Später. Nicht ich.
Das war nicht immer so. So ist es nicht überall.
Damals
Mein Großvater mütterlicherseits starb mit 91 Jahren auf dem Balkon beim Blumengießen. Es war ein warmer Frühlingstag. Er fiel einfach um und war tot. Auf der umgestürzten Gießkanne saß sein geliebter Wellensittich, auch schon alt und wegen des Verlustes der meisten Federn nicht mehr zum Fliegen fähig, und schrie.
Bis zuletzt machte Großvater seine täglichen Spaziergänge, bereitete sich sein Frühstück und Abendbrot selbst und kam nur zum warmen Mittagessen zu uns herüber. Im Krankenhaus war er nur ein einziges Mal im Leben: Als kleiner Junge hatte ihn ein Schneeball aufs rechte Ohr getroffen und sein Trommelfell beschädigt. Er war seitdem stark schwerhörig. Beide Weltkriege überlebte er, da er selbst "laut gebrüllte Befehle" nicht verstand, wie er uns Kindern stolz erzählte, und man ihn nach der Musterung beide Male nach Hause geschickt hatte.
Er war bereits lange in Rente, als meine Eltern endlich genug Geld gespart hatten, um für ihn ein, für unsere Verhältnisse teures, batteriebetriebenes Hörgerät zu kaufen.
Er trug es einen Tag. "Was für ein Lärm ist in der Welt!", sagte er entsetzt, schaltete es aus und benutzte es nur noch, wenn es sein musste. Seine Welt blieb überwiegend ruhig.
Bei der Beerdigung sagten die meisten Leute: ein schöner Tod. Sein Wellensittich starb einen Tag nach ihm.
Heute
Unser Kinderhaus in einer südafrikanischen Armensiedlung bei Kapstadt. Es ist erst wenige Monate geöffnet, als eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern zu uns kommt. Sie ist abgemagert und hat Schwierigkeiten, allein zu gehen. Eine ältere Nachbarin stützt sie. Die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, klammern sich an ihre Hand.
"Ich habe heute in der Klinik erfahren, dass die Medikamente bei mir nicht mehr wirken", sagt sie mit rauer, trotzdem leiser Stimme. "Ich musste zu oft unterbrechen, da es die Medikamente nicht regelmäßig gab bei uns im Dorf." Sie erklärt nur, sie klagt nicht an. Sie erklärt uns ihr Todesurteil.
Nicht ihretwegen sei sie gekommen, fährt sie fort, sondern wegen der Kinder. Wo sollen die bleiben, wenn sie nicht mehr ist? Die Familie hat sie verstoßen, seit bekannt wurde, dass sie Aids hat.
"Könnt Ihr meine Kinder aufnehmen? Dann kann ich in Ruhe sterben ...".
Die Kinder sagen kein Wort. Ihre Mutter redet über sie, über ihre Zukunft, wenn sie selbst nicht mehr lebt. Die Kinder hören zu. Der Junge schaut starr zu Boden. Das Mädchen schmiegt sich eng an sie.
Die Kinder bleiben bei uns. Die Mutter wird in ein Hospiz aufgenommen. Es ist weit weg, aber wir fahren einmal in der Woche hin. Wann immer ich frage, ob sie wieder zu Mama möchten, antworten sie ohne Zögern: "Ja!" Sie malen ihr kleine Bilder oder bringen ihr Blumen aus dem Garten mit. Acht Monate lang.
Am Ende ist die Mutter gelähmt, eine Hautkrankheit hat ihr Gesicht entstellt. Manchmal weinen wir auf der Rückfahrt. Bei einem Bluttest stellt sich heraus, dass der Junge infiziert ist, das Mädchen nicht. Ob er schon bei der Geburt HIV-positiv war oder erst später infiziert wurde, wissen wir nicht. Wir können die Mutter nicht mehr fragen.
Sie stirbt an einem Sonntagmorgen. Die Beerdigung findet in ihrem Heimatdorf statt. Eine unserer Erzieherinnen hält ein





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