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Startseite > Zeitgeschichte > 1914 bis 1949

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Hanna Berger - Spuren einer Tänzerin im Widerstand, Andrea Amort
Hanna Berger - Spuren einer Tänzerin im Widerstand, Andrea Amort


935 803    Andrea Amort


Hanna Berger - Spuren einer Tänzerin im Widerstand


Die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau. Im Berlin der 1930er Jahre künstlerisch geprägt, muß Berger 1937 wegen ihres Tanzes ‚Der Krieger’ aus Deutschland flüchten. 1942 wird sie im Zuge der Gestapo-Aktion ‚Rote Kapelle’ verhaftet. Auch nach dem 2. Weltkrieg gerät Berger immer wieder zwischen die politischen und künstlerischen Fronten.


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Daten
(R) 182 Seiten, zahlr. s/w-Fotos, Format 17 x 23 cm, gebunden.

Beschreibung
Hanna Berger zählt aus heutiger Sicht neben Rosalia Chladek und Grete Wiesenthal zu den drei großen österreichischen Tänzerinnen und Choreografinnen der Moderne. Erstmals widmet sich eine umfangreiche Publikation ihrem von kommunistischen Überzeugungen geprägten Leben und Schaffen.
Nach ihrem Studium (u. a. bei Vera Skoronel) tanzte Hanna Berger für Mary Wigman und Trudi Schoop, 1937 begann sie ihre solistische Karriere in Berlin. Ihr politisches Engagement im Widerstand ("Rote Kapelle") führte 1942 zur Inhaftierung durch die Nazis. Bei der Überstellung ins KZ Ravensbrück 1943 gelang ihr die Flucht. Die Nachkriegsjahre in Wien markierten einen Höhepunkt ihrer Arbeit: Neben Solo-Auftritten von Paris - wo sie auch bei Marcel Marceau studierte - bis Polen und choreographischen Arbeiten unterrichtete sie an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst und arbeitete filmisch und schriftstellerisch. Sie gründete ein Kindertheater und engagierte sich für den "Wiederaufbau" (für Kulturstadtrat Viktor Matejka). In den 1950er Jahren verlagerte sich Bergers Wirkungsfeld nach Ostberlin, wo sie mit Walter Felsenstein Erfolge feierte. Hanna Berger, die mit dem Bildhauer Fritz Cremer liiert war, starb 51jährig an einem Gehirntumor und wurde in Wien begraben.

Autorenporträt
Andrea Amort, Dr. phil., Tanzkritikerin (Kurier), Tanzwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Sie studierte Modernen Tanz und Ballett bei Erika Gangl und Andrei Jerschik in Linz sowie Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Dramaturgische Arbeiten an der Deutschen Oper am Rhein, dem Tiroler Landestheater sowie für KünstlerInnen der Freien Szene. Kuratorin interdisziplinärer Kunst-Projekte, u.a. "Tanz im Exil", Rudolf Nurejew und Wien - Ein leidenschaftliches Verhältnis, Ausstellung und Buch ( 2003), "Hanna Berger: Retouchings", "Grete Wiesenthal"-Forschungs- und Aufführungsprojekt. Herausgeberin des Nachschlagewerks österreich tanzt. Geschichte und Gegenwart (2001). Zahlreiche Beiträge für Lexika, Kataloge und Bücher. Künstlerische Leiterin des Festivals "Berührungen. Tanz vor 1938-Tanz von heute" (Odeon Wien, 2008).




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