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Herbst des Mittelalters, J. Huizinga
Herbst des Mittelalters, J. Huizinga


944 173    J. Huizinga


Herbst des Mittelalters


Das Buch hat Generationen von angehenden Historikern für ihr Fach begeistert und Generationen von Lesern für die Kultur des Mittelalters. Huizinga schrieb ein höchst suggestives Epochenporträt des französisch-burgundisch-niederländischen Spätmittelalters.


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Preis € 17,95
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Daten
650 S., 60 Farbabb., kart. (Reclam)

Beschreibung
"Als die Welt noch ein halbes Jahrtausend jünger war, hatten alle Geschehnisse im Leben der Menschen viel schärfer umrissene äußere Formen als heute." Als die Welt knapp ein Jahrhundert jünger war als heute, konnte ein historisches Buch noch so beginnen und sich gleich von diesem berühmten ersten Satz an als ein Meisterwerk erweisen. "Der Herbst des Mittelalters" hat Generationen von angehenden Historikern für ihren Beruf und ihr Fach begeistert und Generationen von Lesern für die Kultur des Mittelalters. Der niederländische Historiker Johan Huizinga schrieb ein höchst suggestives Epochenporträt des künstlerisch überreichen französisch-burgundisch-niederländischen Spätmittelalters, das seine Gültigkeit bei allem Wissensfortschritt im Detail bewahren und seine Kraft, für den Gegenstand zu gewinnen, nur steigern konnte. Willem Otterspeer, Professor für die Geschichte der Niederlande an der Universität Leiden (wie Huizinga selbst), hat für diese Taschenbuchausgabe ein neues Nachwort zu Leben und Werk des weltweit verehrten großen Historikers verfasst.

Autorenporträt
Johan Huizinga wurde am 7. Dezember 1872 in Groningen (Niederlande) geboren. Schon während der Schulzeit zeichnete er sich durch eine ungewöhnliche Sprachbegabung aus. Zunächst studiert er orientalische Sprachen, um nach seiner Promotion (1897) sich der Geschichtswissenschaft zuzuwenden. Er war dann Geschichtslehrer in der Schule in Harlem. 1903 habilitierte er sich an der Universität Amsterdam für altindische Kultur- und Religionsgeschichte. 1905 wurde er auf den Lehrstuhl für niederländische Geschichte an der Universität Groningen berufen, den er zehn Jahre später mit dem für allgemeine Geschichte an der Universität Leiden tauschen konnte. Dort lehrte er bis 1940, als die Universität durch die deutsche Besatzung geschlossen wurde. 1942 wurde der siebzigjährige Huizinga, der durch seine kulturhistorischen Schriften dem Nazi-Regime unbequem geworden war, für mehrere Monate in ein Konzentrationslager verschleppt. Auch nach seiner Entlassung durfte er nicht nach Leiden zurückkehren; er starb am 1. Februar 1945 in einem Landhaus in De Steeg, das ihm als Wohnsitz zugewiesen worden war.

Inhaltsverzeichnis
Vorreden des Verfassers
I Die Spannung des Lebens
II Die Sehnsucht nach schönerem
III Die hierarchische Auffassung der Gesellschaft
IV Der Rittergedanke
V Der Traum von Heldentum und Liebe
VI Ritterorden und ritterliche Gelübde
VII Die politische und militärische Bedeutung des Rittergedankens
VIII Die Stilisierung der Liebe
IX Die Umgangsformen der Liebe
X Das idyllische Lebensbild
XI Das Bild des Todes
XII Der religiöse Gedanke und seine bildliche Gestaltung
XIII Frömmigkeitstypen
XIV Religiöse Erregung und religiöse Phantasie
XV Niedergang des Symbolismus
XVI "Realismus" und die Grenzen des bildlichen Denkens in der Mystik
XVII Die Denkformen im praktischen Leben
XVIII Die Kunst im Leben
XIX Die ästhetische Empfindung
XX Bild und Wort
XXI Wort und Bild
XXII Das Kommen der neuen Form
Hinweise des Herausgebers
Anmerkungen
Zeittafel
Nachwort: Johan Huizinga und sein Herbst des Mittelalters - Von Willem Otterspeer
Abbildungsverzeichnis
Register




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