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Gesichter der Renaissance - Meisterwerke italienischer Porträtkunst, Stefan Weppelmann (Hrsg.)
Gesichter der Renaissance - Meisterwerke italienischer Porträtkunst, Stefan Weppelmann (Hrsg.)


945 028    Stefan Weppelmann (Hrsg.)


Gesichter der Renaissance - Meisterwerke italienischer Porträtkunst


Sie haben vor mehr als 500 Jahren gelebt, aber im Portrait sind sie noch immer lebendig - Menschen der Renaissance. Ihre Gesichter spiegeln Schönheit, Reichtum und Macht wider. Sie erzählen von Liebe und Tod, enthüllen tiefe Gedanken und stellen sich immer wieder die brennende Frage: Wie wirke ich auf andere? Der Katalog zur internationalen Sonderausstellung 'Gesichter der Renaissance' führt zurück in eine Zeit, als der neuzeitliche Mensch begann, sich ein Bild von sich selbst zu machen - und dazu die Portrait-Kunst neu erfand. Dieser Bildband präsentiert die ganze Vielfalt der italienischen Portrait-Kunst. 249 farbige und zwölf schwarz-weiße Abbildungen zeigen mehr als 170 Bilder aus Meisterhand. Einführende Essays namhafter Experten erläutern die Entstehungshintergründe und reflektieren nicht nur die aktuelle Forschung, sondern liefern auch neue Erkenntnisse für Kenner.


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Preis € 24,90
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Weitere Titel von Stefan Weppelmann (Hrsg.)

Daten
432 Seiten, 261 farb. Abb., 20,5 x 25,5 cm, Leinen (Hirmer)

Kurzbeschreibung
Sie haben vor mehr als 500 Jahren gelebt, aber im Portrait sind sie noch immer lebendig - Menschen der Renaissance. Ihre Gesichter spiegeln Schönheit, Reichtum und Macht wider. Sie erzählen von Liebe und Tod, enthüllen tiefe Gedanken und stellen sich immer wieder die brennende Frage: Wie wirke ich auf andere? Der Katalog zur internationalen Sonderausstellung "Gesichter der Renaissance" führt zurück in eine Zeit, als der neuzeitliche Mensch begann, sich ein Bild von sich selbst zu machen - und dazu die Portrait-Kunst neu erfand.

Beschreibung
Die Renaissance gibt gewöhnlichen Bürgern ein Gesicht
Als das Portrait im Italien des 15. Jahrhunderts entstand, kam das einer Revolution gleich. Viele große Künstler wie Donatello, Botticelli, Bellini, Raffael oder Leonardo da Vinci wendeten sich der neuen Portrait-Kunst zu. Zuvor arbeiteten sie vor allem im Auftrag der geistigen und weltlichen Herrscher. Bildwürdig waren Heilige, Helden und Adelige. Erst in der Renaissance trat der gewöhnliche Mensch in den Mittelpunkt des Interesses und stellte sich selbstbewusst zur Schau. Wer das eigene Antlitz für die Ewigkeit festhalten wollte, brauchte weder Rang noch Namen, sondern Geld. Gerade die reich gewordenen Bürger wollten in der Zeit der Renaissance Präsenz zeigen und konstruierten sich mit ihren Bildnissen eine eigene, glorreiche Geschichte.
Renaissance: Wechselspiel aus Nähe und Distanz
Zu Beginn der Renaissance blicken viele Gesichter auf dem Portrait skeptisch - als müssten sie sich an die neue Rolle erst gewöhnen. Zunächst erscheinen sie im Profil. Später wenden sie sich dem Betrachter zu und nehmen selbstbewusst Blickkontakt auf. Die Menschen in dem Bildband "Gesichter der Renaissance" wirken lebendig und bleiben doch auf eigentümliche Weise distanziert. Die Künstler waren darum bemüht, der Natur möglichst nahe zu kommen. Die Auftraggeber verfolgten ein anderes Ziel: Sie wollten selbst entscheiden, welches Bild von ihnen der Nachwelt in Erinnerung bleibt. Deshalb entstanden sowohl charakteristische als auch idealisierte Darstellungen.
Ideal der Renaissance - das Portrait zwischen Inszenierung und Realität
Das Portrait "Die Dame mit dem Hermelin" gehört zu den bekanntesten Meisterwerken der Renaissance. Die abgebildete Frau namens Cecilia Galleriani, auf dem Portrait erst 17 Jahre alt, war die Mätresse des Herzogs Ludovico Sforza in Mailand. Dieser ließ seine Geliebte vom vielleicht besten Maler der damaligen Zeit portraitieren: Leonardo da Vinci. Das blasse Gesicht, der lange Hals, die hohe Stirn und der kleine Mund der jungen Dame kennzeichnen das Ideal der Renaissance. Äußere Schönheit galt als Ausdruck der Tugend. Doch um den vollkommenen, idealen Menschen zu zeigen, musste der Künstler das Naturvorbild verbessern und idealisieren. Handzeichnungen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, zeigen eine ganz andere Seite der Renaissance. Mit weicher Kreide oder Kohle arbeiteten die Künstler akribisch jedes Gesichtsmerkmal heraus, um die kennzeichnenden Wesenszüge und die wahre Persönlichkeit der Portraitierten festzuhalten. Jede Ader, Falte oder Haarsträhne wird zum unverwechselbaren Merkmal. Das charakteristische Portrait hält die Verbitterung um den Mund, den von Traurigkeit überschatteten Blick oder eine gedankenvolle Stirn wie kein anderes Medium fest und offenbart die ganze Palette menschlicher Gefühle.
Die Vielfalt der Renaissance
In der Renaissance stellt sich immer wieder die Frage nach Wahrheit und Inszenierung. Die Künstler reagierten unterschiedlich auf die neue Herausforderung, ein individuelles Portrait zu schaffen. An den italienischen Adelshöfen in Florenz entwickelte sich eine andere Portrait-Kunst als in Venedig. Und auch die Darstellungsformen waren vielfältig: Neben Gemälden entstanden bronzene Portrait-Medaillen, Totenmasken und imposante Büsten. Die Ausstellung "Gesichter der Renaissance" der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und des Metropolitan Museum of Art in New York war bereits im Vorfeld und über Monate ausverkauft. Auch der Katalog ist ein Bestseller. Er präsentiert die ganze Vielfalt der italienischen Portrait-Kunst. 249 farbige und zwölf schwarz-weiße Abbildungen zeigen mehr als 170 Bilder aus Meisterhand. Einführende Essays namhafter Experten erläutern die Entstehungshintergründe und reflektieren nicht nur die aktuelle Forschung, sondern liefern auch neue Erkenntnisse für Kenner.

Rezension
"Ein faszinierendes Nachschlagewerk für Kunstliebhaber und Experten."
Und - Kunstmagazin




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