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Roter Vogel erzählt. Die Geschichten einer Dakota, Zitkala-Sa,
Roter Vogel erzählt. Die Geschichten einer Dakota, Zitkala-Sa,


948 079    Zitkala-Sa,


Roter Vogel erzählt. Die Geschichten einer Dakota


Roter Vogel lebte im späten 19. Jh. und war Aktivistin in der Indianerbewegung. Sie selbst erlebte die Zwangseinweisung in eine ‚Boarding School‘, wo indianische Kinder, ihren Familien entrissen, zwangschristianisiert werden sollten. Sie hat mehrere Bücher über indianische Mythen und Bräuche geschrieben und ihre Erlebnisse in dieser Schule festgehalten. Diese und weitere Text sind in diesem Band, der heute noch sehr wichtig ist für das indianische Selbstverständnis, versammelt. Viele dieser Texte erscheinen erstmals in Deutsch.


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Preis € 22,90
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Daten
400 Seiten, gebunden.

Beschreibung
Zitkala-Sa (1876-1938) war eine Dakota-Indianerin. Die Jahre ihrer unbeschwerten Kindheit bei ihrem Stamm wie auch die traumatischen Erlebnisse in einer Internatsschule sind - neben anderen Erzählungen - Gegenstand ihres 1921 veröffentlichten Buches "American Indian Stories". Bereits 1901 erschien ihr erstes Buch, "Old Indian Legends", der unter anderem einen Zyklus von Geschichten über Iktomi, den Spinnenmann, enthält. "Roter Vogel erzählt" enthält die vollständigen Texte der beiden von Zitkala-Sa veröffentlichten Bücher und weitere Texte aus ihrer Feder.

Leseprobe
Mein langes Haar wird geschnitten (aus "Schultage eines Indianermädchens")
Der erste Tag im Land der Äpfel war ein bitter kalter. Noch immer bedeckte der Schnee den Boden, und die Bäume waren kahl. Eine große Glocke läutete zum Frühstück, ihre laute Metallstimme schmetterte hoch vom Glockenturm herab in unsere empfindlichen Ohren. Das störende Geklapper von Schuhen auf blankem Holzfußboden ließ uns keine Ruhe. Das unaufhörliche Aufeinanderprallen harscher Geräusche, unterlegt von einem Gemurmel aus vielen Stimmen in einer Sprache, die ich nicht verstand, schufen ein wahres Tollhaus, in dem ich mich fest angebunden fühlte. Mein Geist riss sich selbst in Stücke in seinem Ringen um die verlorene Freiheit, aber es war vergebens.
Eine Bleichgesicht-Frau mit weißem Haar kam zu uns. Wir wurden in eine Reihe von Mädchen eingereiht, die in den Speisesaal gingen. Es waren Indianermädchen; sie trugen steife Schuhe und eng anliegende Kleider. Die kleinen Mädchen trugen Schürzen mit Ärmeln, und ihr Haar war kurz geschnitten. Während ich geräuschlos in meinen weichen Mokassins ging, wäre ich am liebsten im Boden versunken, denn man hatte mir meine Decke von den Schultern genommen. Ich blickte fest zu den Indianermädchen, die sich nicht darum zu kümmern schienen, dass sie sogar noch unanständiger gekleidet waren als ich in ihrer eng sitzenden Kleidung. Als wir in den Saal gelangten, kamen die Jungen durch eine gegenüberliegende Tür herein. Ich hielt Ausschau nach den drei jungen Burschen, die mit unserer Gruppe gekommen waren. Ich erspähte sie in den hinteren Reihen, und sie schienen sich genauso unbehaglich wie ich zu fühlen.
Jemand schlug eine kleine Glocke an, und jeder der Schüler zog einen Stuhl unter dem Tisch hervor. In der Annahme, dass dies dazu gedacht war, sich hinzusetzen, zog ich meinen auch heraus und glitt sogleich von der Seite auf den Sitz. Aber als ich mich umschaute bemerkte ich, dass ich die einzige war, die saß, alle anderen an unserem Tisch standen noch immer. Gerade, als ich wieder aufzustehen begann und mich dabei scheu umblickte, um herauszufinden, wie man Stühle benutzen musste, erklang ein zweiter Glockenschlag. Alle setzten sich, und ich musste wieder auf meinen Stuhl klettern. Ich vernahm die Stimme eines Mannes an einem Ende des Saals, und ich drehte mich um, um nach ihm zu sehen. Aber alle anderen hingen mit ihren Köpfen über ihren Tellern. Während ich die lange Reihe der Tische entlang blickte, bemerkte ich, dass eine Bleichgesicht-Frau mich ansah. Sofort senkte ich die Augen und wunderte mich, warum die seltsame Frau mich so scharf anblickte. Der Mann beendete sein Gemurmel, und ein dritter Glockenschlag erklang. Alle griffen nun zu Messer und Gabel und begannen zu essen. Ich hingegen begann zu weinen, denn ich hatte Angst vor dem, was noch kommen mochte.
Aber das förmliche Essen war nicht die schwerste Probe jenes ersten Tages. Spät am Morgen kündigte meine Freundin Judéwin mir gegenüber etwas Schreckliches an: Sie sprach schon ein paar Worte Englisch, und sie hatte gehört, wie die Bleichgesicht-Frau davon gesprochen hatte, dass man uns unser langes, schweres Haar abschneiden wolle. Unsere Mütter hatten uns beigebracht, dass nur ungeschickten Krieger, die in Gefangenschaft geraten waren, vom Feind die Haare kurz geschnitten würden. In unserem Volk trugen nur Trauernde das Haar kurz, und nur Feiglingen wurden sie abgeschnitten!
Wir besprachen unser Schicksal, und als Judéwin sagte: "Wir fügen uns, denn sie sind stark", rebellierte ich."Nein, ich werde mich nicht fügen! Ich werde kämpfen!" antwortete ich.
Ich wartete auf meine Chance, und als niemand auf mich achtgab, verschwand ich. Ich schlich in meinen quietschenden Schuhen - meine Mokassins waren gegen Schuhe ausgetauscht worden - so leise ich konnte, die Treppe hoch. Ich kam durch einen Saal, ohne dass ich wusste, wohin ich ging. Ich wandte mich zur Seite zu einer offenenstehenden Tür und fand dahinte




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