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848 166 Steffen Jacobs (Hg.)

Liederlich!
Die lüsterne Lyrik der Deutschen. Die wichtigsten Klassiker der sinnlichen Poesie und die besten zeitgenössischen Erotik-Gedichte. Hier findet jede denkbare (und manche undenkbare) Liederlichkeit ihren Meistersinger.Lesen Sie Schmutziges von Goethe, Wilhelm Busch, Klabund, Wieland, Wedekind u.v.a.
sofort lieferbar
Weitere Titel von Steffen Jacobs (Hg.)
Daten
272 Seiten, Format 12 x 19 cm, gebunden. (Eichborn, 2008)
Beschreibung Ein Buch, das in keinem anständigen Haushalt fehlen darf. Von Goethe bis Gernhardt, von Rilke bis Rühmkorf, von Pfeffel bis Politicky - jede Liederlichkeit findet hier ihren Meistersänger. Weder gelten die Deutschen als besonders feurige Liebhaber, noch die teutonische Dichtkunst als Hort besonders erfindungsreicher Liebes-Lyrik. Doch halt: Auch die Dichterinnen und Dichter deutscher Zunge sind von dieser Welt und stehen mit beiden Versfüßen fest auf irdischem Boden. Und wenn es sein muss (und es muss anscheinend ziemlich oft sein), lassen sie sich hemmungslos gehen - die Ergebnisse sind, milde gesagt, erstaunlich. Das zeigt ganz unzweideutig die vorliegende Anthologie. Steffen Jacobs hat sich über die gereimte Bückware vergangener Zeiten gebeugt und zudem zeitgenössische Kollegen überredet, ihre Geheimschubladen zu öffnen. Alles, was unsere Deutschlehrer immer vor uns verstecken wollten - hier ist es versammelt, kompromittierend komponiert und mit einem praktischen Register der besungenen Sexualpraktiken versehen. Entstanden ist ein Buch, das in keinem anständigen Haushalt fehlen sollte: Zu bewundern sind Klassiker in ungewohnten Posituren, Seit an Seit mit den entfesseltsten Poemen unserer Tage. Und über allem leuchtet der alte Spruch des Terenz: Nichts Menschliches ist mir fremd.
 Autorenporträt Steffen Jacobs, Jahrgang 1968, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Er hat mehrere Gedicht- und Essaybände veröffentlicht. Er übersetzte Romane aus dem Englischen insDeutsche.
 Leseprobe "JOACHIM RINGELNATZ Den Unterschied bei Mann und Frau Sieht man durchs Schlüsselloch genau. WILHELM BUSCH Das Bild des Manns in nackter Jugendkraft, So stolz in Ruhe und bewegt so edel, Wohl ist s ein Anblick, der Bewundrung schafft; Drum Licht herbei! Und merke dir s, o Schädel! Jedoch ein Weib, ein unverhülltes Weib - Da wird dir s doch ganz anders, alter Junge. Bewundrung zieht sich durch den ganzen Leib Und greift mit Wonneschreck an Herz und Lunge. Und plötzlich jagt das losgelaßne Blut Durch alle Gassen, wie die Feuerreiter. Der ganze Kerl ist eine helle Glut; Er sieht nichts mehr und tappt nur noch so weiter."
 Rezension "... der poetische Einfallsreichtum, Hintersinn und Bildwitz beim Besingen des ewig Einen in seinen schier unerschöpflichen Varianten."(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Mai 2008)"Die Lust liegt im Detail: geile, schamlose Gedichte von bekannten Autoren..."(Focus, 10. Mai 2008)"Die Meistersinger des Albernen und Verspielten treffen hier auf die Popsänger einer neuen Lüsternheit."(Salzburger Nachrichten, 3. Mai 2008)"Fleischeslust bietet sich da mal amüsant, mal ernüchternd dar, mal amourös fröhlich, mal todernst düster - schlicht in allen menschlichen Schattierungen."(Münchner Merkur, 17./18. Mai 2008)"Subversives und Klassisches..."(Mitteldeutsche Zeitung, 17. Mai 2008)
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