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914 186 E. Klee

Kulturlexikon zum Dritten Reich - Wer war was vor und nach 1945
Das konkurrenzlose Nachschlagewerk enthält 4.000 Einträge über Personen aus dem Kulturbetrieb der NS-Zeit. Viele Profiteure und Karrieristen hatten Hitler als dem 'ersten Künstler der deutschen Nation' gehuldigt, viele sind selbst in Auschwitz zur Unterhaltung der SS aufgetreten. Darüber hinaus setzt Klee vielen Verfemten und Verfolgten ein Denkmal.
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Daten
648 S., Tb. (S. Fischer)
Beschreibung Dieses neue Lexikon mit ungefähr 4000 Einträgen zu Personen aus dem Kulturbetrieb der NS-Zeit ist ein konkurrenzloses Nachschlagewerk, das in die Handbibliothek derer gehört, die sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigen. Interessant ist das Werk auch deshalb, weil der Autor so weit wie möglich auch die Nachkriegskarrieren recherchiert hat. Verzeichnet sind die wichtigsten und bekanntesten Personen aus Adel, Archiv- und Büchereiweisen, bildender Kunst, Film, Geisteswissenschaft, Kunstgeschichte, Literatur, Musik (einschließlich Unterhaltungs-, Film- und Militärmusik), Rundfunk, Theater und vielen anderen Bereichen. Hunderte der genehmsten Schauspieler, Schriftsteller, Maler, Architekten, Komponisten, Dirigenten, Musiker etc.waren 1944 in einer systematisch rubrizierten Gottbegnadeten-Liste (sic!) des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbels aufgeführt worden, was für die Genannten handfeste materielle Vorteile bedeutete. Viele Profiteure und Karrieristen huldigten Hitler als dem ersten Künstler der deutschen Nation ; viele von ihnen sind selbst in Auschwitz zur Unterhaltung der SS aufgetreten. Das Lexikon dokumentiert darüber hinaus Hunderte von Opfern der damaligen Kulturpolitik: Verfemte und Verfolgte, die ins Exil gehen mussten bzw. ermordet wurden.
 Autorenporträt Ernst Klee, geboren 1942, studierte Theologie und Sozialpädagogik und publizierte zunächst zu Randgruppen-Themen; 1982 Adolf-Grimme-Preis für den Fernsehfilm über das Leben einer Kleinwüchsigen. Mehrfach ausgezeichnet, 1997 mit dem Geschwister-Scholl-Preis. 2007 erhielt Ernst Klee die Wilhelm Leuschner-Medaille.
 Rezension »Es ist ein Verdienst von Klees Lexikon, dass es sich bei der Bewertung solcher Lebensläufe nicht hinter vermeintlich wissenschaftlicher Objektivität und Neutralität versteckt, sondern mit pointierten Zitaten und scharfen Charakterisierungen ('Frontdichter') seine Position deutlich macht. Über das eine oder andere Urteil kann man wohl streiten, aber die meisten überzeugen.« (Rudolf Walther, in: Frankfurter Rundschau, 18.4.2007) »Ernst Klees 'Kulturlexikon zum Dritten Reich' [...] dokumentiert historische Zusammenhänge, verdeutlicht Querverbindungen und bettet die einzelnen Biografien in Zitate und Referenzen ein, die einem die Tragweite des schöngeistigen Schaffens während des Nazi-Regimes neuerlich vor Augen führen. [...] Der Laie verwendet das Buch als eines jener Lexika, die man ab und zu, eher zufällig aufblättert, um dann aber stundenlang erschrocken und gefesselt darin hängen zu bleiben.« (Franz Thalmair, in: Der Standard (Wien), 14.5.2007) »Klee ist ein eigenwilliger Lexikograph mit aufklärerischem Impetus, der immer wieder seine Neutralität aufgibt. [...] Ernst Klee liefert ein Nachschlagewerk, das er selbst als lexikalisches Mahnmal bezeichnet.« (Frank-Rutger Hausmann, Süddeutsche Zeitung, 16.3.2007)
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